Die Geschichte der Chivas Brothers Ltd. fängt in Aberdeen im Jahr 1801 an, als John Forest ein Lebensmittel- und Weingeschäft eröffnet, das Emporium. 1828 starb John, William Edward übernahm und stellte 1838 James Chivas ein, der damals zusammen mit seinem Bruder John Chivas in Aberdeen Arbeit suchte. William Edward starb 1841, danach führte James Chivas das Emporium in Verbund mit einem anderen Händler (Charles Stewart) fort. Im Jahr 1843 erhielt James Chivas einen Royal Warrant und wurde zum Hoflieferant von Queen Victoria. Im Jahr 1854 erschien der erste Blend aus dem Hause Chivas, genannt The Royal Glen Dee. Bis 1857 hieß das Geschäft „Stewart and Chivas“, danach stieg Charles Stewart wieder aus, John Chivas stieß dazu und der Name der Firma wurde zu „Chivas Brothers“1. 1863 kam die Marke Royal Strathythan dazu.
John verstarb 1862, James 1886 und das Geschäft wurde von James‘ Sohn Alexander weitergeführt, dessen früher Tod im Jahr 1895 die Firmenleitung an die Herren Smith und Taylor übertrug, beide waren vorher leitende Angestellte. Alexander Smith holte den Partner Charles Stewart Howard dazu, was aufgrund dessen Arbeitserfahrung bei J. & G. Stewart den Fokus der Chivas Brothers weiter auf Whisky verschob.
Im Jahr 1909 erschien der erste Chivas Regal, ein 25y Blend, der bis ins Jahr 1936 weiterproduziert wurde. 1920 kam ein weiterer Partner dazu, William Mitchell, der vorher bei John Bisset & Co. tätig war. 1936 entstand die Chivas Brothers Ltd. und 1939 wurde ein 12y Chivas Regal vorgestellt, 1949 wird Chivas Brothers von der kanadischen Seagram übernommen, was weitere Destillen wie Strathisla und (ab 1957) Glen Keith in das Blendportfolio brachte.
1952 blendet Charles H. Julian anlässlich der Krönung von Elizabeth II die 21y Royal Salute Serie, welche bis dato produziert wird.
Ab 1954 blendete Charles H. Julian auch den Chivas Regal 122, damals noch in der grünen Flasche (ab 1961 nur Klarglas). Gute Umsätze in den 1970s erlaubten Chivas auch die Destillen Allt-a-Bhainne und Braes of Glenlivet (aka Braeval) zu bauen.
1974 kaufte Seagram die Campbell Distilleries, welche die Aberlour-, Glenallachie- and Edradour-Destillen mitbrachte, und 1978 noch die Destillen The Glenlivet, Glen Grant, Longmorn und Benriach übernahm.
1983 sah das Blendportfolio so aus:
Subsidiary | existierte von …. bis …. | Handelsmarke |
---|---|---|
Chivas Brothers Ltd. | 1857 – heute | 100 Pipers (bis ….) Chivas († <1983) Chivas Old Vat († <1983) Chivas Regal Glendee († <1983) Glen Keith (blended) Lochan Ora Liqueur Magna Carta († <1983) Royal Glendee († <1983) Royal Loch Nevis († <1983) Royal Old Vat († <1983) Royal Paisley Royal Salute Royal Strathythan († <1983) Scotmore († <1983) Strathoyne († <1983) |
Im Jahr 2001 kaufen Pernod Ricard und Diageo jeweils Teile von Seagram Spirts & Wine auf, wobei Pernod das Whiskygeschäft von Chivas Brothers übernahm. Vier Jahre später kamen noch die Destillen und Marken von Allied Domecq in das Chivas Portfolio, mit Ballantine’s als Hauptbeute.3
- „The Schweppes Guide to Scotch“, Philip Morrice, 1983, ISBN 0 906670 11 X, Seiten 194-195 ↩︎
- https://scotchwhisky.com/whiskypedia/3248/charles-h-julian/ ↩︎
- https://scotchwhisky.com/whiskypedia/2580/chivas-brothers-holdings/ ↩︎